JMStV reloaded!? Oder: Was soll das?

Der alte Grönemeyer-Titel kommt mir in den Sinn, da selbst der Begriff Verschlimmbesserung in Bezug auf den vorliegenden Neuentwurf eines Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV-E) noch ein Euphemismus ist. Aber der Reihe nach …

Mit der letzten großen Neuregelung des Jugendschutzes wurden 2002 das Gesetz zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit (JÖSchG) von 1951 und das Gesetz über jugendgefährdende Schriften von 1953 im neuen Jugendschutzgesetz (JuSchG) zusammengefasst. Damit einher ging eine Neuregelung der Zuständigkeiten im Jugendmedienschutz: die sogenannten Trägermedien, also alle haptisch auf entsprechenden Datenträgern verfügbaren Medien, sind Sache des Bundes. Und Rundfunk und Telemedien – also auch der gesamte Online-Bereich – sind Sache der Länder. Letzteres wurde in einem formell eigenständigen, aber inhaltlich verzahnten Jugendmedienschutz-Staatsvertrag geregelt, der den Rundfunkstaatsvertrag von 1992 ersetzte.

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Können Sie sich bitte mal aufregen?

Selbstverständlich ist der alten und neuen Bundeskanzlerin zu einem überragenden Wahlergebnis zu gratulieren. Und gleichzeitig gibt es Grund zur Freude, dass es kein einfaches „Weiter wie gehabt“ geben kann, da sich die Parteienlandschaft im Umbruch befindet. Hoffentlich schafft das wieder Platz für Themen, die im Wahlkampf kaum eine Rolle gespielt haben. Oder die scheinbar nur für eine Minderheit der Bürgerinnen und Bürger Grund zur Besorgnis sind.

Eines dieser Themen, das im Wahlkampf nur von den Piraten sowie ansatzweise von der FDP besetzt wurde, ist die NSA und ihre Aktivitäten. Sie erinnern sich: es gibt eine Einrichtung zur nationalen Sicherheit der USA, die deutsches und internationales Recht unter dem Vorzeichen sicherheitspolitischer Bedenken ignoriert. Und die nach Ansicht von Experten mehr über viele Bürgerinnen und Bürger auch in Deutschland weiß, als diese über sich selbst.
Nur: wo ist der Zorn auf eine Regierung, die diesem Treiben nicht umgehend und deutlich Einhalt gebietet? Wo ist der öffentliche Widerstand, wie er in den 1960er Jahren gegen die Notstandsgesetze oder in den 1980ern gegen die Volkszählung organisiert wurde? Wo bleibt das kollektive digitale wie analoge „Gefällt mir nicht“? „Können Sie sich bitte mal aufregen?“ weiterlesen

Schreiben … kann doch jede/r?

Es war Sommer, ich war … egal. Draußen jedenfalls 32° C und knalliger Sonnenschein. Endlich ist das Wetter da, wo wir es seit Monaten haben wollen. Und wo bin ich?

Ich hocke seit Stunden mit drei anderen mehr oder minder Freiwilligen in einem Schreibseminar aka Schreibwerkstatt: wie bekomme ich die potentiellen Leser dahin, dass sie meine Beiträge lesen?

Nach lockerem Einstieg dank des netten Referenten häufen sich die Irritationen: ich kann doch schreiben … dachte ich … „Schreiben … kann doch jede/r?“ weiterlesen

Hallo Welt!

Wohlan – es ist soweit: zur Projekthalbzeit trauen wir uns an ein weiteres Format.
Neben unserer Website und der Facebook-Präsenz werden wir in diesem Blog unsere Eindrücke und Erlebnisse festhalten – rund um das Thema Medienkompetenz. Wer WIR sind, stellen wir in den nächsten Beiträgen vor, damit Sie wissen, wer hinter den Anmerkungen und Anregungen steckt.

Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch!