Oh AUGENBLICK – Verweile doch, …

Mögen Sie den deutschen Film? Und wie sieht es mit Kurzfilmen aus? Darf es ruhig neunzig Minuten lang abwechselnd traurig, nachdenklich, lustig, fröhlich und durchgängig überraschend sein?

Wenn Sie alle drei Fragen mit „Ja“ beantworten können, darf ich Ihnen die diesjährigen „AUGENBLICKE Kurzfilm im Kino“ besonders ans Herz legen.

10 Filme – 6 Juroren – 200 Veranstaltungen

Seit 1992 veranstaltet das Sekretariat Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz zusammen mit den diözesanen AV-Medienstellen, den Katholischen Bildungswerken und dem Katholischen Filmwerk das Kurzfilmfestival AUGENBLICKE. Einmal im Jahr wählt das Auswahlkomitee zehn Kurzfilme aus. Diese laufen dann ca. drei bis vier Monate bundesweit in verschiedenen Lichtspielhäusern; häufig umrahmt durch eine Anmoderation oder ein anschließendes Filmgespräch.

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Quantified Self: Vermessenes Ich

„Selbstoptimierung“, „Effizienzsteigerung“ und „Selbstmanagement“ – Krankheiten der Moderne? Mein „Play-Store“ offeriert mir hunderte von Apps, die diese Etiketten tragen. Ein Plus an Kontrolle über meinen Körper, meine Zeiteinteilung und alltägliche Aufgaben? Warum eigentlich (nicht)?

 Der Geist ist willig … (Mt 26,41)
„Feels like the world was on my shoulders“ singt mir Elayna Boyton um 06:00 Uhr ins Ohr. Ich schnüre meine Joggingschuhe zu und befestige umständlich mein Smartphone an meinem Arm. Nur noch eben das Runtastic-Programm starten. Die Pro-Version. Ja, ich möchte Bluetooth aktivieren. Mein neuestes Spielzeug, der Bluetooth-Pulsmesser, sitzt. GPS – läuft. Ob meine Freunde mich via „Livetracking“ beim Laufen begleiten sollen? Meine Freunde schlafen um 06:00 Uhr noch! Dann übernimmt Runtastic eben die Motivation: „Pulsbereich 1“, das entspricht dem Anfängergrad. Durchatmen, das Programm weiß es nicht besser zu honorieren, dass ich so früh aufgestanden bin, um bereits um diese Uhrzeit wichtige Körperdaten zu erheben: Schnelligkeit (in Minute/km),  Herzfrequenz und Kalorienverbrauch. „Quantified Self: Vermessenes Ich“ weiterlesen

Ich will doch nur spielen!

Endlich! Ein Spieleabend. Einmal wieder „nur“ spielen, ganz ohne Zweck, tiefgreifende Diskussionen und (pseudo-) wissenschaftliche Debatten. Spielen um des Spielens willen. Vier Freunde lud ich ein, sechs kamen, zu siebt quetschen wir uns nun auf unseren kleinen Balkon. Spiele unterschiedlichster Genres, von Wissens- bis hin zu Partyspielen, warten nur darauf uns zu unterhalten. Alex und Tom dürfen auswählen: Auf Monopoly steht Dixit, darüber Dominion und ganz oben die Genius-Version von Trivial Pursuit. Natürlich wählt Alex Trivial Pursuit und natürlich hat niemand etwas einzuwenden. Etwas in mir schreit: Gehe nicht über Los, kappe sofort die W-LAN-Verbindung, deren Zugangsdaten du so lapidar an alle ausgeteilt hast. Sofort! Und vor allem: Konfisziere alle Smartphones. „Ich will doch nur spielen!“ weiterlesen