Der Mann, der den Papst zu Twitter brachte

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Eindrücke vom ersten katholischen Medienkongress

Ob die Veranstalter bewusst die Assoziation von der Unwahrscheinlichkeit gelingender Kommunikation hervorrufen („Mission Impossible“) oder nur eine alliterierende Modernisierung des Missionsbegriffs herstellen wollten, liegt allein im Auge des Beobachters. „Mission Medien“ lautete der Titel des ersten katholischen Medienkongresses Ende Oktober 2014 in Bonn, angekündigt wurden „Zukunftsszenarien kirchlicher Kommunikation“.

Die gab es weniger, dafür endlich so etwas wie einen Branchentreff kirchlicher und kirchennaher Kommunikationsexperten. Ins Funkhaus der Deutschen Welle in Bonn kamen fast alle mit Rang und Namen in der katholischen Medienarbeit, von Journalisten über Geschäftsführern bis hin zu ganzen Pressestellen, Verantwortlichen kirchlicher Medienarbeit und aus dem wichtigen Feld der Medienbildung. Ein naturgetreues Spiegelbild der heterogenen und oftmals zersplitterten katholischen Medienlandschaft.

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Mehr Medienkompetenz für Erwachsene

Ein Gast-Kommentar von Markus Lahrmann

Medien sind im Alltag permanent präsent. Wer von den Kids nicht mobil kommuniziert, gehört ab zehn oder elf Jahren nicht mehr dazu. In der Schule kein Referat ohne Wikipedia, ohne Computer kein Abitur. Es gibt kein Zurück in die Vormoderne. Ohne Internetzugang kein Facebook, kein WhatsApp, kein You Tube, kein Online-Gaming. Menschen mögen noch so arm sein – ein Fernseher, ein Radio, Zugang zum Netz, Musik „aus der Konserve“ gehören zu den Grundbedürfnissen des Lebens.

Wer sich mit Computern auskennt, hat bessere Berufschancen. Kein Vortrag ohne Beamer, kein Web-Auftritt ohne Video. Menue-gesteuerte Anleitungen muss man schon verstehen, wenn man sich am Automaten eine Bahnfahrkarte kaufen will. Wir kommunizieren über Medien, wir nutzen sie zur Information, zur Unterhaltung, zum Abschalten. Selbst beim Joggen hören wir Musik in freier Natur.

Wir alle nutzen Medien: ständig, variierend, ausdauernd, wiederholt, intensiv.
Was ist falsch an exzessiver Mediennutzung?
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